Am
26.11.1975 wurde der Kleingärtnerverein Gartenfreunde an der Anger
gegründet.
In
den 70er Jahren wurde in Ratingen - West viel gebaut. Meistens waren es
Hochhäuser. Was fehlte, waren Gärten. Im Jahre 1972 startete die Stadt
Ratingen einen Stimmungstest. Über 300 Bürger zeigten Interesse an
einen Garten. Vorgesehen war ein Platz zwischen der Anger und der Daniel
– Goldbach – Str. In der folgenden Zeit meldeten sich weitere
Bürger für einen Garten. Am Schluss gab es 570 Interessenten.
Daraufhin stellte die Stadt Ratingen einen Investitionsrahmenplan für
die Jahre von 1976-1978 auf.
Um
nicht länger zu warten, entschloß sich der Gartenbauingenieuer Walter
Hermes noch 1975 einen Gartenverein zu gründen. Am 26.11.1975
wurde zur Gründung eines Kleingärtnervereins in die Erich
-Kästner- Schule in Ratingen-West geladen.
Etwa
140 Interessierte erschienen um über die Gründung zu beraten und
Beschluss zu fassen. Der Name „Gartenfreunde an der Anger" wurde
angenommen.
Am
03.05.1976 wurde der Verein in das Vereinsregister beim Amtsgericht in
Ratingen eingetragen
.
Am
05.10.1976 beschloß die Stadt auf einer Fläche von 106.920 qm im
ersten Bauabschnitt 215 Gärten zu errichten.
Entgegen
aller Erwartungen, erklärten sich 143 Kleingärtner verbindlich bereit
einen Garten zu übernehmen. Dafür mußten Sie Beträge zwischen 4.100
DM und 6.500 DM je nach Gartenlaubentyp aufbringen. Nach einer
Pressemitteilung im Februar 1977 meldeten sich weitere 100
Bewerber.Jetzt endlich konnte der erste Bauabschnitt realisiert werden.
Die Baupläne hingen damals in der Filiale der Sparkasse auf der
Berliner Str. aus.
Ab
Juni 1977 begann der Laubenbau. Unter anderem wurden 8,8 km Zäune
gezogen und 4 km Kantensteine entlang der Stichwege von den angehenden
Kleingärtnern gesetzt. Auch an die Kinder wurde mit dem Bau eines
Spielplatzes gedacht.
Am
18.08.1979 konnte anläßlich einer großen Feier der damalige
Bürgermeister Ernst Dietrich den ersten Bauabschnitt an die
Kleingärtner übergeben.
Auch
danach wurden die Hände nicht in den Schoß gelegt.
Im
zweiten Bauabschnitt wurde die Gartenanlage um 26 Gärten auf den
heutigen Stand von 241 Gärten erweitert.
Ein
eigenes Vereinshaus wurde mit viel Schweiß und in Eigenarbeit
errichtet. Dieses wurde von den Mitgliedern so gut angenommen, das es
heute schon wieder zu klein ist. Es wird wohl in naher Zukunft
vergrößert werden müssen.
Auch
wurden 2 Toilettenhäuser errichtet, welche sich sehr gut bewährt
haben. Nicht vergessen sollte man auch die Einrichtung unserer Kräuter
und Staudengärten. Viel, ist in den letzten 25 Jahren in unserer
Kleingartenanlage geschehen. Und doch wenn wir zurückdenken, waren
diese
25
Jahre nur eine kurze Zeit.
Karl
Heinz Müller